Eduardus-Krankenhaus, Köln

Triagezelt

Im Zelt vor der Notfallambulanz werden die Patienten triagiert


Der Corona-Krisenfall:
Jetzt ist ein Check der Patienten besonders wichtig um das Risiko einer Ansteckung zu minimieren. Daher steht seit dem 16. März ein Triage-Zelt vor der Zentralen Notaufnahme des Eduardus-Krankenhauses.
 

Der Normalfall: Zum normalen Arbeitsalltag in der Notaufnahme in einem Krankenhaus gehört eine Ersteinschätzung der Patienten, die so genannte Triage. Das bedeutet, sie werden nach der Anmeldung von geschultem Personal eingeschätzt und dann nach Dringlichkeit vom Arzt untersucht und behandelt.
 

Im jetzigen Krisenfall wird schon vor der eigentlichen Behandlung überprüft, ob der Patient Zeichen einer Infektion aufweist, damit ansteckende von nicht-ansteckenden Patienten frühzeitig getrennt werden können. Um eine optimale Versorgung von potentiell ansteckenden Patienten gewährleisten zu können, ist ein gesonderter isolierter Behandlungsbereich in der Zentralen Notfallaufnahme geschaffen worden.

Der Isolierbereich ist optimal auf die neuen Herausforderungen ausgerichtet und bietet die Möglichkeit auch kritisch kranke Patienten zu versorgen. Hier arbeitet fest zugeteiltes und geschultes ärztliches und pflegerisches Personal. In diesem Bereich wird entschieden werden, ob der Patient für die weitere Behandlung stationär aufgenommen werden muss.
 

Fieber, Husten, Niesen - Das Triage-Zelt als Schleuse

Das Triage-Team entscheidet innerhalb kurzer Zeit in welchem Behandlungsbereich der Patient behandelt wird. Es wird eine kurze Befragung nach möglichen Risiken und Symptomen wie Fieber oder Husten durchgeführt, die Temperatur und die Sauerstoffsättigung werden gemessen.
 

Julia Walder, leitende Oberärztin der zentralen Notaufnahme, erklärt: “ Im Triage-Zelt werden alle Patienten – egal, ob sie zu Fuß oder mit dem Krankenwagen kommen – von einem Team aus Ärzten und Pflegekräften empfangen und medizinisch eingeschätzt. Wir möchten für alle Patienten eine sichere und schnelle Versorgung gewährleisten. Zudem müssen wir, um weitere Ansteckungen auch des medizinischen Personals zu vermeiden, so vorgehen. Die Behandlung im Isolierbereich bedeutet nicht automatisch, dass ein zwingender Verdacht auf eine Infektion mit dem Corona- Virus vorliegen muss. Auch Patienten mit dem Verdacht auf eine normale Grippe sollten nicht im gleichen Bereich behandelt werden wie gesunde Patienten. Dies ist natürlich eine Herausforderung für das gesamte Team in der zentralen Notfallaufnahme.“

Ansprechpartner

Susanne Walter

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